Erfahrungen und Gedanken aus meinem Lernalltag


Die Gedanken, die Sie hier lesen, sind als buntes Puzzle zu verstehen. Es sind Auszüge aus unzähligen Gesprächen mit Kindern, Jugendlichen, Eltern, Lehrpersonen und Fachleuten. Und es sind Erfahrungen aus meinem Arbeitsalltag.

Vielleicht beantwortet das eine oder andere Thema eine Frage, die Sie gerade beschäftigt.  Das würde mich freuen. Vielleicht tauchen weitere Fragen auf, dann zögern Sie nicht, mir diese zu stellen. In manchen Texten werden Sie durchaus ein Schmunzeln oder Augenzwinkern meinerseits heraushören. Weil ich finde, Menschen und Situationen ernst zu nehmen, schliesst Humor und Glück nicht aus.

Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Lesen.

Herzlich
Anita Ganzoni

Das ABC des Lernens in Zeiten des Coronavirus – heute mit B

Wie angekündigt gilt der heutige Blog dem Buchstaben B. Soviel vorweg: Es sind bewegliche und besondere Lerntipps.

Weiter geht das Lernen zu Hause – mit dem Buchstaben B.

B wie

• Blog
Ein Blog ist eine Art Journal, in dem der oder die Schreibende auf der eigenen Website seine Gedanken mit anderen teilt. Mein persönliches Anliegen ist es, Erkenntnisse und Erfahrungen zum Thema Lernen und Entwicklung weiterzugeben. Der Blog soll informativ und unterhaltsam sein, im Idealfall auch Anregungen geben.

Meine Idee: Hast du Lust, über deine bereits gemachten Erfahrungen zu berichten, seit die Schulen geschlossen sind? Hast du Fragen und Ideen, die du platzieren möchtest? Oder gibt es Lernthemen, die dich schon lange beschäftigen, unabhängig vom Coronavirus? Wenn ja, kannst du sie mir gerne senden und ich werde Auszüge davon anonymisiert in meinem Blog platzieren. Es ist bestimmt spannend, von euren Erfahrungen zu hören. Das wäre dann ein Blog in the Blog.

• Bewegung
Aktive körperliche Bewegung fördert die Durchblutung unseres gesamten Körpers, inklusive unseres Gehirns. Es wird dadurch besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, so können wir unser Handeln besser planen und kontrollieren. Wenn du im Moment grad wenig Platz hast und nicht nach draussen gehen kannst: Die altbewährten Liegestützen, Kniebeugen, Rumpfbeugen oder ein Springseil halten dich fit. Zudem findest du auf Youtube jede Menge sportlicher Aktivitäten, die auf einer Matte Platz haben.

• Bearbeitungsstrategien
Nachdem du dir eine Übersicht über den Stoff verschafft hast, wählst du die Bearbeitungsstrategien. Du beginnst mit Lesen, Strukturieren und Zusammenfassen. Je nach Lerntyp magst du einige der sogenannten nichtlinearen Techniken ausprobieren. Es gibt Klassiker, die ich dir im Folgenden vorstelle – es sind dir aber keine Grenzen gesetzt und es könnte eine Anregung sein, deinen ganz eigenen Stil daraus zu entwickeln. Du kannst dich bezüglich Farben, Stiften, Schriften, Materialien, Anordnung, Struktur, Mobilität (Post-it), Plakat und jeglicher Form von Lernkarten austoben. Wichtig ist, dass der Hauptgedanke, der Kern der Aussage, klare Fachbegriffe, Über- und Unterbegriffe und die Wichtigkeit für dich gut erkennbar sind. All diesen Bearbeitungsstrategien ist gemeinsam, dass sie visuell stark wirken und so als Bild besser abrufbar sind.

1. Cluster
Du notierst Stichwörter zu einem Thema auf verschiedene Post-its, die du dann auf ein Plakat klebst. So kannst du laufend Ergänzungen, Weglassungen oder Berichtigungen vornehmen, ohne dass sich das Gesamtbild verändert. Mit deiner Anordnung bestimmst du auch die Wichtigkeit der Informationen. 

Cluster
2. Matrix
Eine Matrix hilft dir, zwei Aspekte optisch in Beziehung zu setzen, zum Beispiel Zeit (Datum, Lernbeginn, Dauer) und Inhalt (Bsp. Englisch: Grammatik, Wortschatz, Textverständnis, Text formulieren, Repetition). 

Matrix klein
3. Mind-Map
Das Mind-Map hilft dir zum einen zu strukturieren (Hauptthema, Unterkapitel, Seitenstränge), andererseits frei zu ergänzen und Gedanken laufend den Verästelungen hinzuzufügen. Ich verwende das Mind-Map gern, wenn ich einer komplexen Ausführung zuhöre (auditiv) und so schnell und einfach das Wichtigste notieren und in Beziehung setzen kann.
Blog 13 ABC des Lernens Buchstabe B
4. Concept-Map
Mit dieser Technik kannst du das Wesentliche eines Lerninhalts optisch und inhaltlich aufzeigen. Vielleicht durftest du schon einmal einen Spickzettel für eine Prüfung machen. Das ist eine ideale Vorbereitung, weil du auf wenig Raum möglichst viel Informationen bringen kannst, egal, ob als Stichwörter oder als Skizze. Den Gebrauch des Spickzettels klärst du selbstverständlich mit der Lehrperson!

5. Begriffs-Map
Sie funktioniert ähnlich wie die Concept-Map, reduziert sich aber auf Fachbegriffe. Nehmen wir das Beispiel Schlaf:
Konzentrationsfähigkeit, Erinnerungsleistung, Schlafdefizit: neuronale, mentale und physische Schäden, Defizit vernichtet Synapsenanschlüsse, Merkfähigkeit, geistige Leistungsfähigkeit… Diese und weiter Begriffe ordnest du wie auf einer Landkarte an, in der Hauptstrassen und Nebenstrassen erkennbar sind. 

Begriffs map
6. Argumentations-Map
Das macht Spass und erweitert zugleich die eigene Sichtweise, wenn man sich ausführlich Gedanken zu Pro und Kontra eines Themas macht. Auch hier eignen sich farbige Post-its, um gut vorbereitet an ein Streitgespräch zu gehen. Denn, je eingehender ich mich mit den Gegenargumenten befasst habe, desto besser kann ich meine Position verteidigen.

7. Brainstorming
Ob du allein oder in der Gruppe nach Ideen suchst: beim Brainstorming geht es darum, zuerst wild drauf los zu denken, zu notieren und alle Beiträge ohne Wertung zu sammeln.
Obwohl die Form nicht immer sehr effizient ist, kann sie gezielt eingesetzt das Denken öffnen, weil anfangs weder Selbst- noch Fremdkorrektur vorliegen. Gerade in festgefahrenen Situationen kann das Brainstorming helfen, die Möglichkeiten des Machbaren zu erweitern.
Eine erweiterte Form ist das Brainwriting:
Jeder Teilnehmer schreibt auf ein Blatt Papier seine Ideen zur Problemlösung auf. Dann tauscht man die Blätter und arbeitet mit den Ideen eines anderen Teilnehmers weiter und ergänzt diese.
Bei dieser Methode arbeitet man in drei Phasen: Zuerst kommt die Ideenfindung, dann die Phase der Kritik und schliesslich die Phase der Umsetzung.

8. ABC-Liste
Oder du machst es wie ich und erstellst dir eine ABC Liste:
A wie Amerika statt Indien
B wie Bahamas, 1492
C wie Christoph Kolumbus
D wie…….

Ich hoffe, da ist wiederum etwas dabei, das euch beim Lernen hilft. Zudem würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir über eure Erfahrungen hier in meinem Blog berichtet. Ganz nach dem Motto: B wie Blog in the Blog.

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